Ergänzung Drogen

Drogensucht kommt nicht von Drogen bzw. Drogenmissbrauch, sondern von betäubten Träumen und verdrängten Sehnsüchten.“
(Eva Bilstein, Annette Voigt in: „Ich lebe viel“)

I. Ziele
Das Konzept der Drogenprävention (und -intervention) am Runge-Gymnasium orientiert sich an folgenden Zielen:
•    Stärkung der körperlichen, geistigen und psychischen Gesundheit
•    Förderung der (inneren) Lebendigkeit und einer aktiven Lebensgestaltung
•    Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen
•    Fähigkeit, kontrolliert und selbstkritisch mit Alltagsdrogen umzugehen

II. Suchtbegriff
Das Konzept versteht Suchtverhalten und Drogenabhängigkeit als ein selbstschädigendes Ersatzverhalten für ungelebte Wünsche (Sehn-SUCHT) und als Ausweichen vor den Anforderungen, Belastungen und Konflikten der Alltagswirklichkeit (Flucht). Deshalb beruht das Konzept der Drogenprävention auf einem ganzheitlichen Ansatz (Kopf-Herz-Hand), Denk- und Verhaltensalternativen mit Schülern zu entwickeln, ihr Selbstbewusstsein und ihre Sozialkompetenz zu stärken. (Starke Kinder sagen „Nein“ zu Drogen.)

III. Das konkrete Angebot
Die Schule macht den Schülern und Eltern- in Zusammenarbeit mit der örtlichen Drogen-beratungsstelle folgende Angebote:

1. Unterrichtsthemen/ -projekte:
Kl.7/8, Fach:    Biologie: Gesundheitserziehung: Gefahren des Nikotins (z.B. Antiraucheraktion)
Kl.7/8, Fächer:     De, LER, Rel:
•    Verantwortung für das eigene Leben
•    Auf der Suche nach dem Glück
•    Umgang mit Konflikten
Sek I und Sek II:    weitere thematische Erarbeitung in Absprache mit Klassen und Kursen (außerunterrichtliche) Projektarbeit
2. Beratungsgespräche
Beratungsgespräche durch die Klassenleiter / Tutoren mit Schülern und/oder Eltern; ggf. Vermittlung an die Mitarbeiter der (Drogen-)Beratungsstelle
3. Informationsveranstaltungen/Elternabende
4. Kontrolle der Hausordnung
Bereitschaft des Kollegiums, die Einhaltung der schulinternen Vereinbarungen bezüglich des Alkohol- und Nikotinkonsums (Hausordnung) zu überprüfen und durchzusetzen.

Möglichkeit:
Seminartag
Seminartag in der Drogenberatungsstelle für die Klassen des 8. Jahrgangs:
Dieser Seminartag wird inhaltlich vorbereitet durch
•    eine Einführungsstunde unmittelbar vor dem Seminartag durch den Klassenlehrer oder einen Fachlehrer
•    eine Info-Stunde durch Jugendamt und Polizei
•    einen gemeinsamen Elternabend für den Jahrgang mit Mitarbeitern der Drogenberatungsstelle
Der Seminartag wird durch einen Vertrag zwischen Drogenberatungsstelle und Klassenlehrer vereinbart.